Die unheimliche Ritterburg

Die unheimliche Ritterburg

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„Mir ist richtig mulmig zumute,“ rief der Hase Franz und zitterte dabei etwas. „Gut, dass ihr alle da seid!“ „Und ich würde einfach zu gerne wissen, wer in der Burg wohnt“, sagte Linus der flinke Luchs.

„Ich auch, ich auch!“, riefen einige aus der Runde. „Also gut, wenn die Erwachsenen sich nicht trauen, dann finden wir es einfach heraus. Dann hat der ganze Spuk endlich mal ein Ende!“, sagte der Wolf Simon ganz mutig.

Genau in diesem Augenblick erhoben sich zwei große schwarze Vögel aus dem Burginneren und flogen mit lautem Krähen und flatternden Flügel in Richtung des dunklen Waldes.

„Also ich traue mich nicht“, grummelte der Bär Bruno. „Ich glaube, wir sollten es auf ein andermal verschieben“, stimmte Anton der Fuchs ein.

„Aber ich mache es!“, rief plötzlich das kleine Waldmäuschen Lissi, welches die ganze Zeit nur ganz ruhig gelauscht hatte, sodass man es bisher nicht so richtig wahrgenommen hatte. „Was soll denn schon passieren? Ihr seid doch alle da!“, rief es und lief schnurstracks in Richtung der unheimlichen Burg.

Bevor jemand überhaupt etwas sagen konnte, stand Lissi bereits vor dem riesigen Tor und klopfte so laut sie konnte mit ihrer kleinen Pfote an die eiserne, schwere Tür.

Schon im nächsten Augenblick flackerte in dem höchstem Turm der Burg ein Licht auf. Die große Brücke setzte sich langsam in Bewegung, senkte sich mit grauenhaftem Quietschen und gewährte nun freien Eintritt ins Innere.

„Wir können Lissi jetzt nicht allein lassen!“, rief Simon der Wolf und die ganze Tierschar lief mit schlotternden Knien und bibbernden Zähnen auf die Brücke zu und hinein in den düsteren Burghof.

Sogar die Eule Berta nahm ihren ganzen Mut zusammen und überflog zum ersten Mal in ihrem Leben die unheimliche Burg und landete bei den anderen.

In dem finsteren Hof gingen nun immer mehr Fackeln an, sodass man sich immer besser orientieren konnte. Vor lauter Aufregung vergaßen die Tiere ihre Furcht, denn was sie jetzt sahen, erstaunte sie sehr.

Vor ihnen stand ein mittelgroßer, alter und etwas traurig und müde wirkender Drache. Und er erzählte den Tieren seine Geschichte. Dass er der letzte seiner Art war und nur noch mit einigen Raben und Fledermäusen diese verlassene Burg bewohnte.

–> Fortsetzung auf der nächsten Seite

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2 Kommentare zu „Die unheimliche Ritterburg“

  1. Ich habe meinen Kindern schon fast alle Geschichten vorgelesen und wir fanden sie alle super! Auch diese hier ist schön und auch ein bisschen unheimlich. Es war aber etwas schwierig mit so vielen verschiedenen Stimmen vorzulesen und immer schnell herauszufinden, wer gerade spricht.
    PS: auf der letzten Seite der Absatz der mit „Das Wiesel kennt mich schon länger…“ beginnt müsste auch noch in die vorherigen Gänsefüßchen mit rein.
    Vielen Dank für die tollen Geschichten!

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