Kater Leo und der helle Stern

Kater Leo und der helle Stern

Seite 2 von 4

<– Zurück zum Anfang der Geschichte

Nach der lange Begrüßungszeremonie und all den Neuigkeiten, die ausgetauscht wurden, kehrte langsam Ruhe im Haus ein. Alle nahmen am großen Tisch Platz und ein herrlich duftendes Essen wurde serviert und mit viel Lob an Leos Familie verkostet. Der schöne Weihnachtsbaum und die ganzen Kerzen sorgten für eine richtig festliche Stimmung.

Auf eines freute sich Leo schon das ganze Jahr lang: ein Stückchen von der Weihnachtsgans. „Mmmmh, einfach köstlich!“ Der Kater knabberte genüsslich vor sich hin und nieste zwar immer wieder,  aber es ging ihm in dieser Gesellschaft schon viel besser. „Miau, wie gut ich es hier doch habe!“, freute er sich.

Nach dem Festmal hörte er Opa Karl sagen: „Wie gut wir es doch haben!“, genau was der Kater eben dachte. „Kann der Opa meine Gedanken lesen?“, fragte sich Leo und schielte kurz zu ihm rüber.

Da begann Opa Karl zu erzählen. „Wir sind alle in der warmen Stube und haben ein schönes Essen auf dem Tisch. Und wir haben uns alle miteinander. Ich erinnere mich noch an ein Weihnachten, an dem wir uns nach einer solchen warmen Stube sehnten!“

Die Kinder schauten ihn mit ganz großen Augen an und fragten: „Warum denn, Opa?“

„Na, dann erzähl ich euch mal eine Weihnachtsgeschichte, die sich vor langer Zeit ereignete“, sagte Opa Karl.

Nun lauschten sogar die Erwachsenen gespannt und schnell wechselten alle den Platz auf die gemütliche Sitzecke. Die Kinder kuschelten sich an die Erwachsenen und sogar Leo kam angekrochen und setzte sich vor Opas Füße, der zu erzählen begann.

„Es war ein bitterkalter Winter. Und ich war damals noch ein Kind. Wir machten uns auf den Weg zu unseren Verwandten, um miteinander Weihnachten zu feiern. So, wie wir es heute tun.“ Dabei schaute er in die Runde.  

„Wir wohnten damals in einem kleinen Dorf und brauchten einen großen Schlitten, um die Geschenke und uns Kinder zu transportieren. Voller Vorfreude auf das Weihnachtsfest und darauf die Familie bald wieder zu sehen, zogen wir also los. Nachdem wir den halben Weg zurückgelegt hatten, zogen plötzlich große, finstere Wolken auf und im Nu fanden wir uns in einem dichten Schneegestöber wieder. Der Wind peitschte den Schnee aus allen Richtungen in unsere Gesichter, sodass wir die Orientierung völlig verloren hatten.“

„Um uns herum war nichts außer Wald. Im Einbruch der Dunkelheit machten wir uns Sorgen um die wilden Tiere, die im Wald lebten. Ich meinte einen Wolf in der Ferne heulen zu hören, sagte aber nichts zu den anderen, damit sich die kleineren Geschwister nicht noch mehr fürchteten.“

–> Fortsetzung auf der nächsten Seite

Weitere Geschichten:

Weitere interessante Artikel:

2 Kommentare zu „Kater Leo und der helle Stern“

  1. Eine wunderschöne Geschichte. Gerade jetzt, so kurz vor Heiligabend 🙂 der Kurze war bereits ab Seite 2 am schlafen. Ich habe sie trotzdem zu Ende gelesen 🙂

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.