Kater Leo und der helle Stern

Kater Leo und der helle Stern

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„Mittlerweile war der Schlitten völlig eingeschneit und musste vom Schnee freigeschaufelt werden, um ihn besser ziehen zu können. Deshalb mussten alle zu Fuß weitergehen. Die kleinsten von uns sollten sich aber ganz fest am Schlitten festhalten, damit sie nicht vom Weg abkamen. So liefen wir weiter, ohne genau zu wissen, ob wir auf dem richtigen Weg waren. Unser Vater wollte es unbedingt bis zur Dunkelheit schaffen das Dorf zu erreichen, weil es mit jeder Stunde kälter wurde.“

„Und tatsächlich wurde es von einem Augenblick zum anderen immer dunkler und kälter. ‚Nur nicht den Mut verlieren‘ ,trösteten uns die Eltern. Wir Kinder waren mittlerweile von dem langen, anstrengen Weg sehr müde geworden. Doch plötzlich ließ der Schneesturm nach. Bis keine einzige Schneeflocke mehr vom Himmel fiel.“

„Unsere Mutter setzte die jüngsten Kinder wieder auf den Schlitten, befreite die Decken vom Schnee und wickelte sie um uns Kinder herum. Dann sagte sie ganz leise zum Vater: ‚Jetzt müssen wir nur noch den richtigen Weg finden.‘ Gemeinsam zogen sie den Schlitten mit neuer Kraft durch die Dunkelheit.“

„Wir großen Kinder sahen es zuerst. ‚Was war das nur?‘ Wie von Wunderhand wurde es immer heller und heller und ganz viele, kleine Lichter erschienen weit vor uns. Müde, aber frohen Mutes folgten wir den vielen kleinen Lichtern. ‚Wo kommen nur die ganzen hellen Lichter her?‘, fragte unser Vater ungläubig. Die Mutter entgegnete: ‚Es ist bald Heiligabend und da passiert so manches Wunder!’“

„Durch die Helligkeit konnten wir nun die Umriss des Waldes gut sehen und links und rechts unseres Weges standen die Tiere des Waldes ganz friedlich da. Der Wolf, das Fuchspärchen, eine Hasenfamilie und viele Rehe. Die Spechte und Eulen saßen auf ihren Bäumen. Und sie schauten alle, genau wie wir, zum Himmel hoch hinauf und waren mucksmäuschenstill. Über uns war nun ein klarer Sternenhimmel zu sehen und ein Stern strahlte ganz besonders hell.“

„Unsere Eltern waren sehr froh auf dem richtigen Weg zu sein und hielten es für ein Weihnachtswunder, das sie erlebten. Dann hielten wir den Schlitten an und teilten die Vorräte, welche wir dabei hatten mit den Tieren des Waldes.“

„Nun endlich konnten wir sehen, dass sich einige Menschen mit Fackeln durch den tiefen Schnee auf uns zu bewegten. Unsere Verwandten hatten scheinbar von dem großen Schneesturm gehört und begaben sich sodann mit brennenden Fackeln auf die Suche nach uns.“

Viele Dorfbewohner hatten sich angeschlossen. Freudig lagen wir uns dann endlich in den Armen und freuten uns, dass alle unversehrt geblieben sind. ‚Jetzt geht es in die warme Stube und es wird Weihnachten gefeiert‘, riefen sie fröhlich!“

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2 Kommentare zu „Kater Leo und der helle Stern“

  1. Eine wunderschöne Geschichte. Gerade jetzt, so kurz vor Heiligabend 🙂 der Kurze war bereits ab Seite 2 am schlafen. Ich habe sie trotzdem zu Ende gelesen 🙂

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