Kater Leo feiert Weihnachten

Kater Leo feiert Weihnachten

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Jetzt muss ich sie nur noch an den Baum hängen. Es war ein endloses Rauf und Runter auf der Leiter. Eine Kugel aufhängen, die nächste holen. „Man könnte ja auch mehrere auf einmal tragen, dann könnte ich mir die Turnerei sparen“. Gesagt getan. „Kliirrrrr….“ machte es auf dem Boden, als die erste Kugel herunterfiel. „Ach, es sind ja noch genug da, miau!“ Der Kater war so fleißig, dass er um sich herum die Zeit vergaß. Wieder hörte er Bertha hereinkommen, also musste er schnell die Tür hinter sich schließen und in die Küche flitzen. Bei jedem Tritt hinterließ er bunte Pfotenabdrücke.

Bertha hatte heute Abend ihre Brille nicht aufgesetzt und merkte zum Glück nichts davon. Sie streichelte den Kater und erzählte ganz nebenbei, dass die Menschen bereits morgen nach Hause kommen würden. „Ich hab mich ja so an dich gewöhnt, du wirst mir sicher fehlen“, sagte sie zu Leo. Das hörte der Kater gerne und umschmuste Bertha.
Nachdem sie wieder gegangen war, wurde Leo etwas nervös.

„Morgen schon, habe ich das richtig verstanden?“O jeh, ich bin doch noch gar nicht fertig“. Er sauste ins Wohnzimmer, rutschte auf dem von den Farben noch feuchten Boden aus, und schlitterte auf vier Pfoten in den Tannenbaum. Krallte sich am Baumstamm fest und zum Glück blieb der Baum stehen, nur ein paar Kugeln krachten herunter und zerschellten.

Ein Schrubber musste her und Leo begann den Boden zu wischen. Es lagen aber noch eine Menge Tannenbaumnadeln und die Scherben von den zerbrochen Kugeln herum, die sich nicht einfach wegwischen ließen. Leo holte den Staubsauger. Es klirrte und klöterte und Leo war nicht sicher, was der Staubsauger alles in sich hinein saugte, aber das Zimmer sah schon viel ordentlicher aus. Und jetzt musste nur noch die Leiter weggeräumt werden.

„Puh, wieder mal alles geschafft. War das anstrengend! Aber was tut man nicht alles um seiner Familie eine Freude zu bereiten, Miau! Jetzt können alle kommen. Ich freue mich schon auf meine Weihnachtskekse, Mmhh!“
Er warf noch mal einen Blick auf den Tannenbaum und fand ihn großartig. Dann zog er sich zufrieden auf seine kuschelige Fensterbank zurück und wartete.

Schritte im Treppenhaus weckten Leo aus seinem Nickerchen. „Leo! Wo steckst du? Wir sind wieder da!!“ „Miau!“, begrüßte Leo seine Menschen. Das übliche Gewusel der Menschen nahm seinen Lauf, bis sie die Tür ins Wohnzimmer öffneten. „Oh Nein!!!“, sagte Leos Frauchen. „Schau dir das doch bitte an!“, rief sie Ihrem Mann zu. Beide standen etwas fassungslos im Türrahmen.

„Also, die Mühe hat Bertha sich nun wirklich nicht machen müssen!“, schmunzelten beide. Dann schauten beide zum Kater: „Na dann Fröhliche Weihnachten Leo!!!“ und der Kater strahlte sie an. „Hab ich doch gewusst, dass sie sich freuen würden!“

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