Marlins erste Weihnachten

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Nach einer gefühlten Ewigkeit sahen sie endlich drei Schatten aus dem nur schwach beleuchteten Hinterhof auf sie zukommen. 

„Marlin!“, rief die Mäusefamilie ganz aufgeregt. Wir haben uns ja alle solche Sorgen gemacht. Sieh nur durch die vielen Fenster, wie gemütlich es sich die anderen gemacht haben. Noch ganz verschlafen murmelte Marlin: „Ist ja gut. Ich bin ja jetzt da!“

Im Nu wuselten alle Tiere fröhlich um ihn herum und weihten ihn in ihre Planungen für das bevorstehende Weihnachtsfest ein. „Wir besorgen einen Tannenbaum“, sagten Piet und Schorsch. Die Igelfamilie erklärte sich für das Festtagsessen zuständig und der Dachs wollte sich um etwas festliche Musik kümmern.„Jetzt fehlt nur noch etwas Beleuchtung“, ergänzten die Mäuse und zeigten auf ein schönes Schaufenster an der Straße. Darin zu sehen waren allerhand schöne Weihnachtsartikel und eine funkelnde Lichterkette. 

„Das sollte wohl das kleinste Problem sein“, schmunzelte Marlin. „Aber wo können wir wohl am besten feiern?“, fragten die Mäuse. „Naja, am meisten Platz hätten wir wohl in meiner Garage!“, brummelte Marlin. Die anderen Tiere schauten sich überrascht an und riefen alle gleichzeitig: „Abgemacht! Wir sehen uns morgen zum Schmücken!“

Marlin machte sich noch am selben Abend auf den Weg zum Schrottplatz, auf dem er früher allerhand solcher Lichterketten gesehen hatte. Er suchte sich die schönste aus, probierte sie in seiner Garage in der Autowerkstatt aus und plötzlich machte sich so etwas wie Vorfreude in ihm breit. Am nächsten Morgen holte er gut gelaunt den Besen hervor und fegte fröhlich durch die Garage. Kurz darauf kamen auch schon die ersten Gäste und brachten Mandarinen und Äpfel, Gewürze, Brot und allerhand Weihnachtsschmuck mit. Auch Piet und Schorsch waren jetzt da und hatten einen buschigen Tannenbaum dabei. 

„Jetzt fehlt nur noch die Lichterkette!“, riefen alle im Chor. Stolz zeigte Marlin die bunten Glühlämpchen und begann etwas unbeholfen damit, sie am Tannenbaum zu befestigen. 

„Ach Marlin, die Lichterkette gehört auf den Tannenbaum und nicht um Dich!“ Die Mäusekinder konnten gar nicht mehr aufhören zu kichern und hüpften um den Waschbären herum.

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