Die Wichtel und der Laternenumzug

Die Wichtel und der Laternenumzug

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Fröhlich und aufgeregt marschierten sie nun gemeinsam durch den Wald. Einige von ihnen stimmten die Laternenlieder an. Der ganze Weg des Waldes war hell erleuchtet. Eine Eule, die gerade erst aus ihrem Schlaf erwachte rief verdutzt herunter: “Wo kommen denn die ganzen Glühwürmchen plötzlich her?“ 

Einige der Waldbewohner mussten lachen und schauten zu der Eule hoch. „Liebe Eule, heute ist der Laternenumzug, das hast du wohl vergessen. Begleite uns doch einfach, wir leuchten dir den Weg!“

Und so setzte sich der Zug immer weiter fort und immer mehr kleine und große Laternenläufer kamen hinzu. Eine Pracht an strahlenden Lichtern leuchtete durch den Wald.

Als sie am Waldesrand ankamen, sahen sie auf einem abgeernteten Feld ein großes Feuer brennen, das die alten Wichtel angezündet hatten. Nun stellten sich alle in einen großen Kreis um das warme Feuer herum und sangen immer wieder ihre Laternenlieder. Die Wichtelkinder wiegten ihre Laternen dazu im Takt.

Als das Feuer fast erloschen war und die ersten Laternen ausgingen, kam ein herrlicher Duft in die Nasen der kleinen Laternenläufer. Eine alte Dachsdame und die Wichtelmütter kamen mit einem großen Korb mit frisch gebackenen Hefegänsen herum.

„Hmm, das sind die leckersten Hefegänse, die ich je gegessen habe“, sagte ein kleiner Fuchs genüsslich und die anderen Waldbewohner stimmten ein. 

Plötzlich fragten alle Tiere nach dem leckeren Rezept. Und die Dachsdame versprach es für jeden genau aufzuschreiben.

Die Wichtelkinder, die das Laternenfest zum ersten Mal feierten, waren nun ganz schön erschöpft. Die Älteren wussten ganz genau, dass nach diesem Fest ganz bald der Winter folgen wird und sich der Jahreszeitenwechsel immer aufs Neue wiederholt.

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