Und wer beschenkt den Weihnachtsmann?

Und wer beschenkt den Weihnachtsmann?
Zusammenfassung:
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In der Wichtelwerkstatt herrscht geschäftiges Treiben, denn Weihnachten steht vor der Tür. Doch nicht nur die Kinder, sondern auch die Tiere im Wald warten gespannt auf den Weihnachtsmann – und schmieden eine ganz besondere Überraschung.

In der Wichtelwerkstatt herrschte ein reges Treiben. Nur noch wenige Tage blieben dem Weihnachtsmann und seinen Wichteln, um alle Vorbereitungen bis zum Weihnachtsfest zu erledigen.

Auf den Werkbänken wurde geschraubt, gehobelt, geschliffen und in den schönsten Farben lackiert. Nussknacker, bunte Kreisel, Schaukelpferdchen, Spielzeugautos, Traktoren und Puppenbettchen entstanden hier in feiner Handarbeit.

„Wie kommt ihr voran, liebe Wichtel?“, ertönte plötzlich eine tiefe Stimme in der Werkstatt. Alle Wichtel drehten sich sofort um und erstrahlten, als sie den Weihnachtsmann erblickten.

„Gut! Wir haben fast alle Wunschlisten abgearbeitet. Es fehlen nur noch die Holzeisenbahnen und die verschiedensten Brettspiele“, berichtete ein Wichtel stolz.

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„Sehr gute Arbeit, meine Lieben!“, sagte der Weihnachtsmann und nickte zufrieden, als er einige der fertiggestellten Spielsachen in den Regalen der Werkstatt betrachtete.

„Wenn das so ist, steht unserer pünktlichen Abreise ja nichts mehr im Wege!“, sagte der Weihnachtsmann stolz. Alle Wichtel klatschten in die Hände.

Obwohl sie in den letzten Monaten unermüdlich an den vielen Wunschlisten und Geschenkwünschen der Kinder gearbeitet hatten, freuten sie sich jedes Jahr aufs Neue auf den Moment, wenn der vollgepackte Schlitten pünktlich abhob und die Kinder am Abend ihre liebevoll erschaffenen Geschenke unter den leuchtenden Tannenbäumen öffnen würden.

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„Ach und bevor ich es am Ende noch vergesse“, brummelte der Weihnachtsmann nachdenklich und zupfte sich dabei an seinem langen, weißen Bart. „Denkt bitte daran den Gabensack für die Tiere im Wald zu befüllen. Wie immer werde ich mit meinem Schlitten auch ihnen eine Freude machen!“

Gesagt, getan. Im Nu flitzten einige Wichtel in die große Speisekammer der Wichtelwerkstatt. Darin lagerten Unmengen an köstlich duftenden Plätzchen, Lebkuchen, Stollen, Schokoladenkringeln und Dominosteinen aus leckerstem Marzipan und feinster Schokolade.

Sie alle würden an Heiligabend auf den Tellern der Kinder landen und den Duft von Weihnachten in die Häuser der Familien bringen. Ganz hinten in der Speisekammer standen riesige Kisten, randvoll gefüllt mit leckeren, saftigen Äpfeln, Karotten, Rüben und hunderten von Nüssen.

Wie der Weihnachtsmann ihnen angeordnet hatte, begannen die Wichtel sofort damit, kleine Säckchen für die Tiere zu befüllen und sie sorgfältig an der Seite des Schlittens zu verstauen.

So konnte der Weihnachtsmann auf dem Weg in die Städtchen und Dörfer auch einen Abstecher zu den Feldern und Wiesen machen, um den Tieren eine Freude zum Weihnachtsfest zu bereiten.

Am Weihnachtsmorgen war es endlich so weit. Große Schneeflocken rieselten langsam vom Himmel und landeten sanft auf dem schneebedeckten Boden. Alle Wichtel versammelten sich um den Schlitten, warm verpackt in ihren Mänteln und Handschuhen.

Sie streichelten noch einmal alle Rentiere, stellten sicher, dass sie ausreichend gefressen und getrunken hatten, und wünschten ihnen eine erfolgreiche und zauberhafte Reise.

„Wo bleibt denn der Weihnachtsmann?“, fragte einer der Wichtel, etwas nervös. Doch gerade als er seine Taschenuhr aus seinem Mantel ziehen wollte, erblickte er ihn.

„Ho ho ho!“, hörten ihn nun alle rufen. „Wichtel, Rentiere – es kann losgehen!“ Vorfreude lag in seiner Stimme.

Die Wichtel flitzten noch ein letztes Mal um den Schlitten, prüften mit einem geübten Blick, ob auch wirklich alle Geschenke gut und sicher verstaut waren und gaben dem Weihnachtsmann dann das Zeichen zur Abreise.

Noch im selben Moment hob der Schlitten lautlos vom Erdboden ab und verschwand mit einem glitzernden und funkelnden Sternenschweif hoch oben im klaren Sternenhimmel.

Während die Kinder in den Wohnzimmern fröhlich spielten, musizierten oder dabei halfen das leckere Weihnachtsessen vorzubereiten, trat im Wald eine ganz besondere Stille ein.

Jedes Jahr am heiligen Abend versammelten sich auch die Tiere gemeinsam an der schönsten Tanne des Waldes und warteten auf die Ankunft des Weihnachtsschlittens. Der Schnee lag sanft auf den dichten Tannenzweigen und bedeckte den Boden, als wäre er eine dicke Schicht aus feinstem Puderzucker.

Die Tiere teilten an diesem Abend ihre Vorräte miteinander und erzählten sich jedes Jahr aufs Neue die schönsten Geschichten aus der Winterzeit.

Da kam der junge Hirsch auf eine Idee: „Liebe Tiere. Jedes Jahr kommt der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten zu uns in den Wald und schenkt uns, was wir am liebsten haben: Nüsse für die Eichhörnchen, Rüben für die Hirsche und Rehe, Äpfel für die Vögel und die Wildschweine. Wir alle bekommen etwas, was wir gern haben. Doch was bekommt eigentlich der Weihnachtsmann?“

Zuerst sagte niemand etwas, doch dann stimmten alle anderen Tiere ein: „Lasst uns dem Weihnachtsmann eine Freude bereiten und auch ihm ein Geschenk machen!“

Die Tiere waren begeistert. Sie sammelten Tannenzweige, rote Beeren, Christrosen und viele andere schöne Dinge, die sie im Wald fanden.

Gemeinsam banden sie daraus einen buschigen, weihnachtlichen Kranz für den Schlitten des Weihnachtsmanns.

„Das wird ihn sicher erfreuen!“, rief der Hirsch stolz, als die Tiere ihr Werk bewunderten.

Mit den übrigen Sachen begannen sie, die große Tanne zu schmücken. Rote Beeren, glänzende Hufeisen, getrocknete Apfelscheiben und Orangenscheiben ließen die Tanne in wunderbarem Glanze erstrahlen.

Als der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten über den Wald flog, entdeckte er die leuchtende Tanne und den liebevoll gebundenen Kranz. Er landete sanft und wurde von den Tieren herzlich empfangen.

„Das ist für dich, lieber Weihnachtsmann“, sagte der Hirsch und deutete auf den Kranz. Der Weihnachtsmann war gerührt, denn er wusste die liebe Geste der Tiere sehr zu schätzen.

Mit einem breiten Lächeln legte er den Kranz auf seinen Schlitten und verabschiedete sich: „Ihr habt mir eine große Freude gemacht – vielen Dank, liebe Freunde!“

Mit der Wärme in seinem Herzen flog der Weihnachtsmann los und war bereit, nun auch allen Kindern ein wundervolles Fest zu bereiten.

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