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Familie Pinguin und das Fest im Eis

Weihnachten: Familie Pinguin und das Fest im Eis
Zusammenfassung:
Vorlesedauer Icon Vorlesedauer: ca. 4 min
Das neugierige Pinguinmädchen Akira erfährt zum ersten Mal von Weihnachten und träumt von einem festlichen Weihnachtsbaum. Als dann eines Tages ein geheimnisvolles rotes Licht über das ewige Eis glimmt, geht Papa Pinguin auf Entdeckungstour. Wird Akiras Traum wahr?

Es war tiefster Winter am Südpol und die Landschaft hatte sich in eine einzige, weiße Schneedecke gehüllt.

Inmitten dieser eisigen Umgebung lebte eine kleine Pinguinfamilie: Mama, Papa und ihre neugierige kleine Tochter Akira.

Sie lebten sehr einsam in einem Iglu, das Papa Pinguin einst mühsam aus vielen Eisblöcken gebaut hatte. Die komplizierte Technik hatte er sich von den Menschen abgeguckt, die vor einigen Jahren hier lebten. Doch die waren fortgegangen und seitdem niemals mehr zurückgekehrt.

Die kleine Akira störte all das nicht. Sie fühlte sich weder einsam, noch machte ihr die Kälte etwas aus. An einem besonders dunklen Tag, an dem es bereits die ganze Nacht gestürmt und geschneit hatte, kam Akira zu ihrer Mama in die Küche.

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Auf dem Kalender über dem Küchentisch sah sie ein rotes Kreuz und ein schönes, winterliches Bild mit einer roten Kerze und einem Tannenzweig. „Was ist das für ein Tag?“, fragte sie vorsichtig und zeigte auf die Markierung am vierundzwanzigsten Dezember.

Mama Pinguin legte ihren Flügel auf Akiras Schulter und lächelte. „Das ist der Heilige Abend, der Beginn des Weihnachtsfestes.“ Das kleine Pinguinmädchen war noch zu jung gewesen, um viel über dieses besondere Fest wissen zu können.

Doch das Bild auf dem Kalender strahlte so viel Wärme und Besinnlichkeit aus, sodass sie von nun an alles darüber erfahren wollte. Von diesem Morgen an zählte die Familie die Tage bis Weihnachten. Mama und Papa Pinguin erzählten Akira alles über das Fest und seine Bedeutung.

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An einem gemütlichen Abend überraschte Papa Pinguin Akira mit einem Bilderbuch. Er hatte es mühsam in einem weit entfernten Ort besorgt und hoffte, seiner Tochter damit eine besondere Freude machen zu können.

Und tatsächlich! Akira hatte noch nie ein eigenes Buch besessen und konnte es kaum erwarten, jede Seite einzeln zu betrachten.

Auf Papas Schoß blätterten sie von Seite zu Seite und sahen sich gemeinsam alles ganz genau an.

Akiras Augen leuchteten. „Im Kamin brennt ein gemütliches Feuer, die Kinder backen Kekse und auf den grünen Tannenzweigen stehen rote Kerzen. Es sieht so gemütlich warm aus und…“, das kleine Pinguinmädchen verstummte.

„Und?“, fragte Papa Pinguin und streichelte Akira über den Kopf. „Und der Weihnachtsbaum ist so wunderschön! Genau so ein Weihnachtsfest wünsche ich mir auch!“

Nun kam auch Mama Pinguin herein. Sie hatte eine Schüssel mit warmem Fischauflauf in der Hand und setzte sich zu den Beiden.

An einem stürmischen Tag musste Papa Pinguin aufs Meer hinaus. Große Eisschollen hatten sich ineinander verkeilt und zu riesigen Bergen aufgetürmt.

Nur manchmal gab es eine kleine Lücke zwischen den mächtigen Platten aus Eis. Hier wollte er nach kleinen Fischen Ausschau halten und sie zum Abendessen mitbringen.

Doch plötzlich erregte ein rotes Licht in der Ferne seine Aufmerksamkeit. „Na nu? Was ist denn das für ein Licht?“

Neugierig und verwundert machte er sich auf den Weg. Weit hinaus auf das zugefrorene Meer. Gespannt beobachtete er, wie sich ein weißes Schiff durch einen schmalen Spalt im dicken Eis schob.

Er wusste nicht viel über die Menschen aber er hatte einmal gehört, dass sie manchmal hier ins ewige Eis kommen, um zu forschen.

Er konnte sich zwar nicht viel darunter vorstellen, aber seine Neugier war geweckt. Weil die Eisschollen so dick waren, kam das Schiff nur langsam voran. Er schaffte es, das Schiff einzuholen und aus der Nähe zu beobachten.

Als es endlich Richtung offenes Meer aufbrechen konnte, entdeckte er plötzlich erneut etwas Leuchtendes in der Ferne. Doch diesmal war es etwas anderes. Erst als er direkt davor stand, wurde ihm klar, was die Menschen hier zurückgelassen hatten.

Vor ihm stand ein wunderschön geschmückter Weihnachtsbaum mit einem Bündel kleiner roter Kerzen und einigen Fischkonserven. „Danke!“ rief er leise dem Schiff hinterher, das sich im Schneegestöber immer weiter entfernte.

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