Weihnachts-Wichtel Tosse und die alte Tanne

Gute-Nacht-Geschichte: Weihnachts-Wichtel Tosse und die alte Tanne
Zusammenfassung:
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Teil 3/3: Weihnachtswichtel Tosse verwandelt eine alte, fast schon vergessene Tanne in einen funkelnden Weihnachtsbaum. Als die Familie am Morgen den Glanz entdeckt, erwacht der wahre Zauber der Weihnacht.

Tosse hatte die letzten Tage in seinem Versteck verbracht. Die Familie war fröhlich beisammen und freute sich über die kleinen Basteleien und täglichen Überraschungen in ihren Adventskalendern.

Für die beiden Mädchen hatte Tosse einen ganz besonderen Adventskalender vorbereitet. Dafür hatte er eine goldene Kordel durch den Flur, über das Treppengeländer hinauf und schließlich bis ins Kinderzimmer gespannt.

Daran waren kleine Säckchen aus rotem und grünem Samt befestigt. Jeden Tag fanden die beiden Mädchen darin abwechselnd eine kleine Überraschung.

Nun, da das Haus weihnachtlich geschmückt war, der Adventskalender gefüllt und der Adventskranz an der Decke hing, konnte sich der kleine Wichtel ein paar Tage ausruhen.

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Ab und zu hüpfte er am späten Abend durch das offene Küchenfenster und besuchte seine Freunde im dichten Fichtenwald.

Er fütterte die Rehe und Hirsche, sprach mit der alten Eule und den Füchsen. Manchmal erzählte er ihnen auch von den beiden Mädchen, die bereits voller Vorfreude auf das Weihnachtsfest waren.

Doch Tosse wusste, dass die schwierigste Aufgabe noch vor ihm lag. Wie jedes Jahr wollte er auch dieser Familie einen zauberhaften Weihnachtsbaum schenken.

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Aber er war sich sicher, dass der Vater der kleinen Mädchen einen schönen Baum besorgen würde und dass die Kinder große Freude am Schmücken haben würden.

Also ließ sich der Wichtel diesmal etwas anderes einfallen. Im Vorgarten der Familie stand eine alte, einsame Blautanne.

Schon als der Wichtel in das Haus eingezogen war, tat sie ihm ein wenig Leid. Man sah der Tanne an, dass sie bereits viele Jahre alt war und ihre Zweige schon etwas brüchig waren.

„Ich werde dir einen ganz besonderen Auftritt zu Weihnachten ermöglichen!“, sagte der Wichtel schmunzelnd und machte sich an die Arbeit.

Als die Familie zu Bett gegangen war und der Schneesturm endlich etwas nachgelassen hatte, begann Tosse damit, die alte Tanne mit einer langen Lichterkette zu umwickeln.

Dafür benötigte er noch einmal die große Leiter aus dem Geräteschuppen. Er blickte sich in dem alten Schuppen um und fand eine staubige Kiste, in der er große rote Weihnachtskugeln entdeckte.

In Windeseile schleppte er die Kiste unter den Baum, stellte die große Leiter auf und erklärte der Tanne, was er nun mit ihr vorhatte. Sie willigte ein und erstrahlte bereits nach kurzer Zeit in einem wunderschönen, warmen Lichterglanz.

Tosse befestigte die roten Kugeln vorsichtig an den Zweigen der Tanne. Dabei war er stets darauf bedacht, keinen ihrer Äste zu verletzen. „Nur die Krönung fehlt noch“, raunte er und zwinkerte dabei der neugierigen Tanne zu.

Er holte aus einem Säckchen einen goldenen Stern hervor und setzte ihn behutsam auf die Tannenspitze. Tosse war zufrieden und nachdem er seine Arbeit erledigt hatte, brach bereits der Morgen an.

Schnell eilte er zu seinem Versteck und lugte neugierig aus dem Schrank hervor. Dann endlich hörte er vier müde Kinderfüße die Treppe herunterkommen.

Die beiden Mädchen setzten sich noch etwas verschlafen an den Küchentisch und fingen an, ihr Müsli zu essen. Als ihre Mutter gerade die Vorhänge öffnete, trauten sie ihren Augen kaum. In ihrem Vorgarten stand die alte Tanne und erstrahlte im schönsten Glanz.

Nun kam auch der Vater die Treppe herunter und blieb staunend stehen: „Wer macht nur all diese schönen Dinge für uns?“, fragte er.

Doch niemand konnte ihm eine Antwort geben. „Weihnachten kann kommen!“, riefen die Mädchen fröhlich. Sie schlüpften in ihre Schneeanzüge und wirbelten aufgeregt um die alte Tanne herum.

Nun kamen auch die anderen Bewohner des Hauses in den Garten und bewunderten den schönen Baum. Gemeinsam blieben sie noch eine Weile so stehen.

Erst dann flüsterten sich die Eltern zu: „Es gibt ihn wirklich, den Zauber der Weihnacht!“

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