Nilpferd Stella träumt vom Tanzen

Nilpferd Stella träumt vom Tanzen

An einem spätsommerlichen Nachmittag machte sich Nilpferd Stella mit ihren Schulfreunden auf den Weg von der Schule nach Hause. Während sich ihre beiden besten Freundinnen Milly und Tessa darauf freuten, gleich mit ihren Geschwistern Fangen zu spielen und danach bis spät in den Abend in ihren Lieblingsbüchern zu lesen, hatte Stella nur einen Wunsch.

„Ich will tanzen!“, rief sie plötzlich voller Freude und drehte sich dabei etwas holprig im Kreis. Die anderen sahen sie überrascht an. Die Jungs, die gleich zum Wasserball oder zum Schwimmtraining wollten, schmunzelten. „Aber Stella, meinst du nicht, dass du ein bisschen groß fürs Tanzen bist?“, fragte Sam, der Älteste aus der Schulklasse. 

Die anderen Mädchen kicherten und Stella blickte verlegen auf den staubigen Boden der heißen Savanne. Als sich alle voneinander verabschiedeten und Stella zu Hause ankam, warf sie mürrisch ihre Schultasche unter einen schattigen Baum. „Nanu, welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“, fragte Stellas Mama. „Nichts, was soll schon sein?“, grummelte Stella und ging zur Wasserstelle. 

Von Weitem sah sie die anderen, die scheinbar eine Menge Spaß beim Wasserball oder beim Schwimmen hatten. „Warum ist man fürs Tanzen zu groß und zum Wasserballspielen nicht?“, fragte sich Stella.

Nachdem sie sich im Wasser etwas abkühlte, setzte sie sich zu ihrer Schultasche unter den schattigen Baum und beobachtete, wie grazil und wunderschön die Flamingos auf der anderen Uferseite durchs flache Wasser tänzelten.

„Als würden sie schweben“, dachte Stella bewundernd. Sie nahm all ihren Mut zusammen und machte sich auf den Weg zur anderen Seite des Weihers. Die Flamingos mussten immer vorsichtig sein und waren daher etwas schreckhaft und ständig auf der Hut. 

An der Wasserstelle tummelten sich nämlich die verschiedensten Tiere der Savanne, auch Raubtiere. Stella versuchte daher so leise und vorsichtig wie irgendwie möglich, auf die Flamingos zu zu schwimmen, um sie nicht zu erschrecken. 

Doch da war es passiert. Als sie aus dem Wasser auftauchte und gerade den ersten Schritt Richtung Ufer machen wollte, rutschte sie auf dem schlammigen Untergrund aus und machte einen lauten Platscher im Wasser. Im Nu schreckten alle Vögel ängstlich auf und flogen davon, auch die Flamingos. 

Stella ärgerte sich über sich selbst. „Warum muss ich denn immer so tollpatschig sein? Vielleicht suchen sich die Flamingos zukünftig eine andere Wasserstelle. Dann kann ich sie nicht mehr beim Tanzen beobachten.“ Geknickt wollte sie sich gerade umdrehen und wieder auf die andere Seite schwimmen, als sie jemanden sprechen hörte.

„Die haben dich bestimmt mit einem auftauchenden Krokodil verwechselt!“ Stella drehte sich um und sah einen einzelnen Flamingo am Ufer stehen. 

„Warum bist du nicht wie die anderen Flamingos weggeflogen?“, fragte Stella vorsichtig. „Weil ich keine Angst vor einem freundlichen Nilpferd wie dir habe“, sagte der Flamingo selbstbewusst. „Mein Name ist Josi und wer bist du?“

Stella stellte sich vor und erzählte Josi von ihrem Traum zu tanzen. Sie erzählte auch davon, dass jeder findet, dass ein Nilpferd lieber nicht tanzen sollte. 

–> Fortsetzung auf der nächsten Seite

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3 Kommentare zu „Nilpferd Stella träumt vom Tanzen“

  1. Manuel Häuselmann

    Ganz süss wie den Kindern mit dieser Geschichte vermittelt wird, dass man etwas schaffen kann, wenn man fest daran denkt.

    Danke an den Autor und Danke an die Zitronenbande 😊

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