Ob Stress im Alltag, ein schwieriges Projekt oder das eigene Zeitmanagement – manchmal ist es eine echte Herausforderung, etwas „in den Griff zu bekommen“. Doch was genau bedeutet diese Redewendung eigentlich? Hier erfährst du alles über ihre Bedeutung, Herkunft und Anwendung im Alltag.
In aller Kürze
- Bedeutung: Etwas unter Kontrolle bringen oder erfolgreich bewältigen
- Beispiel: „Endlich habe ich meinen Schlafrhythmus wieder in den Griff bekommen.“
- Herkunft: Bildlich vom festen Zugreifen – etwas kontrollieren oder beherrschen
Bedeutung
Die Redewendung „etwas in den Griff bekommen“ beschreibt die Fähigkeit, eine schwierige oder ungeordnete Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Damit ist oft gemeint, dass man aktiv etwas unternimmt, um ein Problem zu lösen, einen Zustand zu verbessern oder Ordnung in ein Chaos zu bringen.
Verwendet wird der Ausdruck sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext. Typische Beispiele sind: „Ich muss meine Finanzen endlich in den Griff bekommen“ oder „Wir haben die Lage wieder in den Griff bekommen.“ Dabei geht es nicht nur um Kontrolle, sondern oft auch um das Gefühl von Sicherheit und Selbstbestimmung.
Die Redewendung kann sich auf ganz unterschiedliche Bereiche beziehen – von Emotionen und Zeitmanagement bis hin zu technischen oder organisatorischen Herausforderungen. Wer etwas „in den Griff bekommt“, hat einen Weg gefunden, mit einer Situation erfolgreich umzugehen.
Beispiel aus dem Alltag
Nach dem Umzug türmen sich bei Maria überall Kisten, sie findet nichts wieder und fühlt sich überfordert. Nach einem Wochenende intensiven Auspackens und Sortierens sagt sie erleichtert:
„Jetzt habe ich das Chaos endlich in den Griff bekommen.“
In diesem Beispiel zeigt sich deutlich der Übergang von einer unübersichtlichen, belastenden Situation hin zu Ordnung und Kontrolle – genau das, wofür die Redewendung steht.
Herkunft
Die Redewendung „etwas in den Griff bekommen“ hat ihren Ursprung im körperlichen Greifen. Der Griff steht hier bildlich für das Festhalten oder Kontrollieren von etwas. Wer etwas fest im Griff hat, lässt es nicht mehr los – er oder sie hat die volle Kontrolle darüber.
Ursprünglich wurde die Redensart wohl im handwerklichen oder militärischen Zusammenhang verwendet: Ein Werkzeug oder eine Waffe „im Griff zu haben“ bedeutete, sie sicher und gezielt zu führen. Später übertrug sich der Ausdruck auf abstrakte Dinge wie Emotionen, Probleme oder Aufgaben.
Heute ist die Wendung fester Bestandteil der Alltagssprache und vermittelt das Bild, dass man schwierige Situationen wieder „packen“ und kontrollieren kann – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ähnliche Redewendungen
- Etwas in den Griff kriegen: Umganssprachliche Variante mit gleicher Bedeutung
- Etwas unter Kontrolle bringen: Aktiv dafür sorgen, dass ein Zustand beherrschbar wird
- Die Zügel in die Hand nehmen: Die Führung oder Verantwortung übernehmen





