Kater Leo und der Nikolaus

Gute Nacht Geschichte: Kater Leo und der Nikolaus
Zusammenfassung:
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Am Nikolausabend ist Kater Leo neugierig: Wer ist der geheimnisvolle Mann im roten Mantel, der den Kindern all die Gaben bringt? Entschlossen bleibt Leo wach, um ihm auf die Spur zu kommen – und erlebt eine magische Nacht voller Überraschungen.

Es war der Vorabend des Nikolaustages, als Leos Menschen von ihren Nichten Besuch bekamen. Es herrschte eine große Aufregung, die Leo nicht ganz verstand. Von der warmen Fensterbank aus verfolgte er neugierig das Gespräch der beiden Mädchen.

„Heute Abend kommt der Nikolaus und verteilt Gaben an alle, die brav waren!“, sagte das kleinere Mädchen zu ihrer großen Schwester. „Ja, und weißt du was? Er kommt immer mitten in der Nacht zu den Menschen, wenn alle schon schlafen!“, erklärte sie aufgeregt.

Die beiden Schwestern erzählten Leos Menschen mit leuchtenden Augen von ihren Stiefeln, die sie vor dem Schlafengehen putzen und vor die Tür stellen wollten. „Hoffentlich findet uns der Nikolaus hier bei euch und füllt unsere Stiefel mit vielen Leckereien“ sagte die eine.

Der Kater lauschte ganz gespannt dem Gespräch und hörte zum ersten Mal, dass der Nikolaus einen roten Mantel trug, an dem man ihn erkennen konnte. Außerdem hat er einen Esel dabei, der sein treuer Begleiter ist. „Auf seinem Rücken werden die vielen Gaben für die Kinder in einem großen Sack transportiert“, hörte er nun Leos Frauchen erzählen.

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„Aha, meine Familie kennt den Nikolaus also auch?“, stellte der Kater überrascht fest. „Wir dürfen auf keinen Fall vergessen, Wasser und Brot vor die Tür zu stellen!“, riefen die Kinder im Chor. „Schließlich wird der Esel hungrig und durstig sein, wenn sie von Haus zu Haus ziehen. Vor lauter Vorfreude konnten die Kinder kaum noch stillsitzen und begannen, ihre Stiefel zu suchen.

Leo saß mit gespitzten Ohren da. Natürlich hatte er im Laufe der Jahre vom geheimnisvollen Nikolaus gehört, aber so aufregend, wie in diesem Jahr, war es noch nie gewesen.

Das machte den Kater sehr neugierig und als die Stiefel der Kinder vor der Tür standen und alle schlafen gegangen waren, überlegte er, wie er dem Nikolaus auf die Spur kommen könnte.

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Kurz überlegte er, was wohl passieren würde, wenn er ebenfalls einen Hausschuh vor sein Körbchen stellen würde. Aber dann verwarf er den Gedanken wieder. Stattdessen fragte er sich, wie es wohl sein konnte, dass der Nikolaus jedes Jahr an ihm vorbeischleichen konnte, ohne ihm auch nur ein einziges Mal begegnet zu sein.

„Miau, heute Nacht bleibe ich wach und lege mich auf die Lauer“, beschloss er mutig.

Der Kater schlich zur Fensterbank, sprang mit einem Satz hoch und schaute aus dem Fenster. Doch außer dem dichten Schneegestöber konnte er nichts sehen.

Draußen war es dunkel und nur die Laternen erhellten mit ihrem sanften Licht die verschneiten Wege. „Vielleicht sollte ich rausgehen und nach Spuren im Schnee suchen?“, überlegte er.

Leo sprang vom Fensterbrett und verließ das Haus durch seine Katzenklappe. „Igitt, jetzt habe ich nasse, eiskalte Pfoten“, ärgerte er sich.

Als er einige Runden um die Terrasse drehte, stellte er fest, dass weit und breit kein Nikolaus und schon gar kein Esel zu sehen war. Doch plötzlich erschrak er. Blitzschnell flitzte eine kleine Maus an ihm vorbei.

Doch statt wie gewöhnlich vor Leo wegzulaufen, blieb sie mit ausreichendem Abstand vor ihm stehen und erzählte von ihrer Begegnung mit dem Nikolaus. Leo hörte ihr aufmerksam zu.

Sie erzählte ihm, dass der Nikolaus manchmal auch den Tieren eine Freude macht und sie mit leckeren Gaben beschenkt. Überrascht blieb Leo stehen und beobachtete, wie die kleine Maus fröhlich durch den tiefen Schnee an ihm vorbei flitzte.

Leo schüttelte sich den Schnee vom Fell und schlich wieder zurück ins Haus. Dort legte er sich auf seine Kuscheldecke vor den Kamin und dachte nach. Durch das lange Warten und die wohlige Wärme des Kamins wurde der Kater langsam schläfrig. Aber er versuchte sich mit aller Kraft wach zu halten. Doch es wurde von Stunde zu Stunde schwieriger.

In der anhaltenden Dunkelheit fielen ihm immer wieder die Augen zu und Leo kämpfte gegen die Müdigkeit an. Als plötzlich der Nikolaus erschien, blinzelte Leo kurz auf, doch er schaffte es nicht, sich von seinem Platz zu erheben.

Er sah, wie die Stiefel der Kinder gefüllt wurden und hörte – wie aus weiter Ferne – den Nikolaus fragen: „Leo, hast du Lust, mir heute Abend zu helfen?“. Der Kater stimmte ganz begeistert zu und spürte einen leichten Luftzug unter seiner Decke.

Plötzlich saß er neben dem Nikolaus auf dem Schlitten. Vor ihnen war der Esel angespannt und gemeinsam flogen sie durch die Nacht. Sie schauten von oben auf die Stadt hinunter und genossen den Anblick der mit Lichterketten erleuchteten Fenster.

Gemeinsam landeten sie vor jedem Haus und verteilten die vielen Gaben. Leo half, die Nüsse und Mandarinen in den vielen Stiefeln der Kinder zu verstecken und probierte auch selbst etwas vom köstlichen Lebkuchen.

Mit diesem Duft in der Nase wachte Leo plötzlich auf. „Miau, was war denn das für eine aufregende Nacht?“, überlegte er kurz. Noch etwas benommen lief der Kater in den Flur.

Alle schliefen noch, aber die Stiefel der Familie waren prall gefüllt mit Leckereien. Leo rannte zurück zu seinem Katzenkörbchen und fand zu seiner Überraschung ebenfalls einen vollgefüllten Hausschuh vor. „Miau, der Nikolaus hat tatsächlich auch an mich gedacht!“, dachte Leo überglücklich.

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