Ob im übertragenen Sinn oder ganz wörtlich – „etwas aus dem Weg räumen“ ist eine Redewendung, die wir oft verwenden. Sie beschreibt das Beseitigen von Hindernissen, seien sie physischer oder abstrakter Natur. In diesem Artikel erfährst du, was genau hinter der Redewendung steckt, woher sie kommt und wie sie im Alltag gebraucht wird.
In aller Kürze
- Bedeutung: Ein Hindernis beseitigen oder ein Problem lösen
- Beispiel: „Lass uns das Missverständnis endlich aus dem Weg räumen.“
- Herkunft: Stammt ursprünglich aus dem wörtlichen Entfernen von Gegenständen
Bedeutung
Die Redewendung „etwas aus dem Weg räumen“ wird verwendet, wenn es darum geht, ein Hindernis oder Problem zu beseitigen. Dabei kann es sich sowohl um ein tatsächliches Objekt handeln – etwa ein Fahrrad auf dem Gehweg – als auch um ein abstraktes Problem, wie einen Streit, ein Missverständnis oder organisatorische Hürden.
Im übertragenen Sinne bedeutet die Wendung oft, dass man sich aktiv mit einem Thema auseinandersetzt, um es zu klären oder zu beseitigen. Besonders im beruflichen oder zwischenmenschlichen Kontext wird sie häufig eingesetzt: „Bevor wir mit dem Projekt starten, sollten wir noch die offenen Fragen aus dem Weg räumen.“
Sie vermittelt Entschlossenheit und Zielorientierung – etwas steht im Weg, und das wird jetzt aktiv angegangen. Ob du also den Küchentisch verschiebst oder eine unangenehme Diskussion führst: Wenn du etwas „aus dem Weg räumst“, machst du den Weg frei – für Fortschritt, Klarheit oder Harmonie.
Beispiel aus dem Alltag
Anna und ihr Kollege Tim arbeiten an einem wichtigen Projekt. Doch seit Tagen herrscht eine angespannte Stimmung. Schließlich sagt Anna:
„Tim, ich habe das Gefühl, da steht etwas zwischen uns. Lass uns das aus dem Weg räumen, bevor wir weitermachen.“
Ein typisches Beispiel für die Redewendung im übertragenen Sinn – es geht darum, emotionale oder kommunikative Blockaden zu beseitigen.
Herkunft
Die Redewendung stammt aus dem alltäglichen Sprachgebrauch und geht ursprünglich auf das physische Entfernen von Hindernissen zurück. Wenn zum Beispiel ein Stein oder ein Ast auf einem Weg liegt, räumt man ihn aus dem Weg, um gefahrlos weitergehen zu können.
Im Laufe der Zeit wurde der Ausdruck auch übertragen auf immaterielle Hindernisse wie Konflikte, Probleme oder offene Fragen. Bereits im 18. Jahrhundert finden sich schriftliche Belege für die metaphorische Verwendung dieser Wendung.
Der bildhafte Charakter der Redewendung – etwas liegt im Weg und muss beseitigt werden – macht sie besonders einprägsam. Sie ist in der deutschen Alltagssprache weit verbreitet und leicht verständlich.
Ähnliche Redewendungen
- Den Weg freimachen: Eine Voraussetzung schaffen, damit etwas beginnen oder fortgesetzt werden kann
- Ein Problem anpacken: Sich aktiv um die Lösung eines Problems kümmern
- Klar Schiff machen: Ordnung schaffen oder Hindernisse aus dem Weg räumen




