Sich etwas hinter die Ohren schreiben: Bedeutung & Herkunft

Sich etwas hinter die Ohren schreiben

Wenn jemand sagt: „Das solltest du dir hinter die Ohren schreiben!“, ist klar: Die Aussage ist ernst gemeint und sollte nicht vergessen werden. Doch was genau bedeutet diese Redewendung, und woher stammt sie? Hier erfährst du alles Wissenswerte dazu.


In aller Kürze

  • Bedeutung: Etwas gut merken und nicht wieder vergessen
  • Beispiel: „Schreib dir hinter die Ohren: Ohne Helm fährst du nicht!“
  • Herkunft: Mittelalterlicher Brauch, Kindern wichtige Regeln symbolisch „einzuschreiben“

Bedeutung

Die Redewendung „sich etwas hinter die Ohren schreiben“ bedeutet, dass man sich etwas besonders gut merken soll – meist eine Mahnung, Regel oder wichtige Information. Oft wird der Ausdruck auch belehrend oder nachdrücklichverwendet, um zu betonen, dass etwas nicht vergessen oder ignoriert werden darf.

Typisch ist der Tonfall: Die Wendung wird oft benutzt, wenn jemand bereits einen Fehler gemacht hat oder droht, ihn zu wiederholen. Zum Beispiel: „Sei pünktlich! Schreib dir das hinter die Ohren!“ Es geht darum, eine Information so zu verinnerlichen, dass sie nicht verloren geht, sondern langfristig präsent bleibt.

Der Ausdruck wird häufig im familiären oder schulischen Kontext verwendet, aber auch im Arbeitsleben oder Alltag, wenn jemand deutlich gemacht bekommen soll, was wirklich zählt.

Kurz gesagt: Was man sich „hinter die Ohren schreibt“, vergisst man so schnell nicht mehr.


Beispiel aus dem Alltag

Leo vergisst zum dritten Mal, den Müll rauszubringen. Sein Vater schaut ihn ernst an und sagt:

„Letzte Erinnerung, Leo! Schreib dir das hinter die Ohren: Montags ist dein Mülldienst.“

Ein klassischer Fall: Die Redewendung wird genutzt, um Nachdruck zu verleihen und sicherzustellen, dass die Regel endlich im Kopf ankommt.


Herkunft

Die Redewendung „sich etwas hinter die Ohren schreiben“ stammt vermutlich aus dem Mittelalter. Damals war es üblich, Kindern wichtige Regeln oder Ermahnungen durch kleine symbolische Gesten zu vermitteln. Eine Theorie besagt, dass ein Zeichen hinter das Ohr gemalt wurde – an einer Stelle, die man nicht selbst sehen, aber dennoch spüren konnte.

Andere Deutungen gehen davon aus, dass die Formulierung rein bildlich gemeint war: Man solle sich etwas so gut merken, als wäre es einem fest an den Körper geschrieben – und zwar an eine markante, symbolische Stelle wie hinter dem Ohr.

Auch wenn die genaue Herkunft nicht eindeutig belegt ist, hat sich die Redewendung im Deutschen bis heute gehalten – als nachdrückliche Aufforderung, sich etwas fest einzuprägen.


Ähnliche Redewendungen

  • Etwas im Hinterkopf behalten: Sich etwas merken und später daran erinnern
  • Nicht vergessen, was Sache ist: Eine wichtige Information nicht außer Acht lassen
  • Sich etwas einprägen: Etwas bewusst und dauerhaft im Gedächtnis behalten

Weitere Redewendungen:

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